Die Bonner SolarWorld AG, die Sunpowered Company, verschenkt Geld. Allerdings nicht einfach so. Es muss auch was dafür getan werden. Mit einer sogenannten Aufbauprämie in Höhe von 2.500 Euro will man Schulen fördern, die sich dazu entschließen, eine Solaranlage auf das Schuldach zu bauen. Dadurch soll ein Anreiz geschaffen werden, dass auch Schulen in Zukunft ihren Strom durch Solarenergie gewinnen. Eine tolle Idee zum Stichwort: Förderung Solaranlagen

Dies sei pädagogisch und didaktisch äußerst wertvoll und führt bereits die Kinder an die Thematik der erneuerbaren Energien heran. Wenn die  Schule mit gutem Beispiel vorangeht, kann sich das nur positiv auswirken. Das sind die Intensionen von Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG. „Wir wollen erreichen, dass mit dem Konjunkturprogramm wirklich Maßnahmen für die Zukunft angestoßen werden. Bildung und solare Energieversorgung sind dafür die optimale Kombination“,  führt Asbeck aus. „Mit unserer solaren Aufbauprämie machen wir Schulen das Angebot, die staatlichen Infrastrukturgelder als Zukunftsinvestition einzusetzen“. Die Prämie soll dann ausgezahlt werden, wenn ein Installateur eine SolarWorld Solarstromanlage auf dem Schuldach errichtet hat. 2.500 Euro können so direkt an die Schule weitergegeben werden. Die Anlage muss dabei eine Mindestleistung von 10 Kilowattstunden aufweisen und als Eigentum der Schule, der Elterninitiative oder eines Fördervereins deklariert werden.

Um den Anschauungsunterricht in Sachen erneuerbarer Energie weiter zu fördern, hält die SolarWord AG außerdem Anzeigedisplays und auch Schulungsmaterial kostenlos bereit. Zusätzlich können Schüler und Lehrer mit einem Programm im Internet sehen, wie viel Strom mit Hilfe die Solarstromanlage auf dem Schuldach produziert wird. Ein Rechner kann dies sogar umrechnen und so die Menge an schädlichem Kohlendioxid (CO2) bestimmen, das durch die Solaranlage eingespart wird.

Der Solarpark Blumroda im sächsischen Borna ist fertiggestellt. Der Park ist damit eine der größten Freilandanlagen für Solarstrom, die Sachsen zu bieten hat. Die jährliche Leistung: 3,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. So viel würden 800 Haushalte im Jahr an Strom verbrauchen.

Mit ein paar Handgriffen wurde das letzte Modul in die Photovoltaik-Anlage eingesetzt, dann konnte die Solar Energie Süd GmbH stolz verkünden: „Der Solarpark Blumroda ist fertiggestellt.“  3,6 Megawatt jährliche Leistung ist das Maximum, das die Anlage leisten kann. Mit dem Einbau von monokristallinen Hochleistungs-Solarmodulen können nicht nur über 800 Haushalte ein Jahr lang versorgt werden, es werden auch über 2.300 Tonnen an CO2, dem gefährlichen Treibhausgas Kohlendioxid, eingespart.

Quelle: www.solarserver.de

Quelle: www.solarserver.de

Nicht umsonst wurde gerade in Sachsen diese Anlage errichtet. Mit rund 975 Kilowattstunden solarer Globalstrahlung  ist der Standort in Borna einer der „ertragreichsten“ Standorte in Deutschland. Das hat der Deutsche Wetterdienst bestätigt. Viel Sonne ist damit der ideale Ausgangspunkt für den Erfolg der Anlage.  Die Solar Energie Süd GmbH ist nicht zu Recht stolz auf dieses Projekt und klopft sich selbst auf die Schulter: „Das Kraftwerk in Borna ist dank seiner Größe und den damit verbundenen Einsparmöglichkeiten auf allen Ebenen der Systemkosten ein Beleg für die Fortschritte bei der Erschließung der Kostensenkungspotenziale in der Photovoltaik-Industrie,“ wurde in einer Presseerklärung mitgeteilt.

Noch mehr Gutes: für den Bau des Solarparks wurden überwiegend regionale Unternehmen beauftragt, der Wirtschaftsstandort Sachsen also weiter gestärkt. Für die Wechselrichter-Technik zeichnete übrigens die Siemens AG verantwortlich, die Solpower AG aus dem baden-württembergischen Weingarten sorgte für die Hochleistungs-Solarmodule.

Nach dem Rekord im Jahr 2006 und einer kleinen Stagnation im Jahr 2007 erreichte letztes Jahr die Nutzung der Solarthermie ihren vorläufigen Höhepunkt. 2,1 Millionen Quadratmeter, so groß war 2008 die Kollektorfläche, die damit 120 Prozent über dem Wert von 2007 lag. Das sagte Andreas Lücke, der Hauptgeschäftsführer der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, kurz BDH. Mit diesem neuerlichen Rekord sind somit deutschlandweit über 1,25 Millionen Solarwärmeanlagen in Betrieb.

 

Wurde die Solarenergie bisher überwiegend zur Warmwassergewinnung genutzt, ist ein neuer Trend absehbar. In fast zwei Drittel der Investitionsfälle werden auch Heizanlagen mit Solarenergie betrieben. Im Jahr 2008 waren das über ein Drittel der neu installierten Heizungen – das ist ebenfalls neuer Rekord. Zwei Gründe könnten für den Boom ausschlaggebend sein. Zum einen der rapide Preisanstieg auf dem Energiemarkt, der das Preisniveau an Heizöl  und Erdgas auch in der Zukunft sicherlich nicht senken wird. Zum anderen dürfte als Anreiz hier die staatliche Förderung ein ausschlaggebender Grund sein, die vom BDH in Zusammenarbeit mit BSW-Solar, dem Bundesverband für Solarwirtschaft, mit befürwortet wurde. Wer sich eine Solaranlage ins Haus holt und damit auch seine Heizung betreibt, erhält bis zu 15 Prozent der Investitionssumme, das sind bis zu 1.800 Euro als Zuschuss. Hierbei muss aber der alte Kessel der neuen Brennwerttechnik weichen.

 

Nach 2006 und jetzt 2008 könnte auch das Jahr 2009 einen weiteren Aufwärtstrend in der Nutzung der Solarthermie bedeuten. Die Vorzeichen stehen gut und es sollte zu schaffen sein, dass sich das Niveau auch in diesem Jahr hält, wenn nicht sogar noch weiter ausgebaut wird. Davon geht Andreas Lücke vom BDH aus. Denn die staatliche Förderung wird auch für 2009 zugesagt, und dass die Energiepreise wieder sinken, davon kann nicht ausgegangen werden.

Der sogenannte Rückwärtsstrom hat es ans Licht gebracht: die Oberflächenpräparation von Solarzellen ist nicht für einen Spannungsdurchbruch zuständig. Herausgefunden haben das Physiker der Uni Leipzig in Zusammenarbeit mit der Firma Q-Cells SE. Um zu wissen, was es mit dem Rückwärtsstrom auf sich hat, muss man erst die Vorwärtsrichtung erläutern. Die dürfte allerdings jedem bekannt sein. In der Thermodynamik wird Sonnenlicht in der Solarzelle absorbiert und in elektrische Energie verwandelt. Die Photospannung, die dabei entsteht, bewirkt eben die Vorwärtsrichtung. Wenn nun eine Spannung an die Solarzelle angebracht wird, dann leuchtet diese. Dies passiert im infraroten Spektralbereich. So kann man Material sichtbar machen, das defekt ist und als solches sonst nicht erkannt werden würde. Durch den Defekt ist während der Beleuchtung keine Stromerzeugung messbar.

Nun hat man sich an der Uni Leipzig mit der Frage beschäftigt, was mit der Solarzelle bzw. den defekten Stellen passiert, wenn die Vorwärtsrichtung in eine Rückwärtsrichtung umgewandelt wird. Der Effekt war verblüffend, denn nun leuchteten die defekten Stellen der Solarzelle auf. Und zwar an den Korngrenzen, die im multi-kristallinen Material vorhanden waren. Den Vorteil, den man hieraus gewinnen kann, erläutert Professor Marius Grundmann, Leiter der Hauptleiterphysik an der Uni Leipzig und gleichzeitig Direktor des Instituts: „Durch die optische Strahlung, die beim Übergang von Elektronen in einen niederenergetischen Ausgangspunkt entsteht, können so Defekte lokalisiert und identifiziert werden, und das in vorher nicht bekannter und erreichter räumlicher Auflösung.“

Elektrolumineszenz unter Rückwärtsspannung, auf englisch Reverse Bias Electroluminescense, kurz ReBEL, so haben die Forscher die von ihnen entwickelte Methode genannt. Dr. Kai Petter von Q-Cells SE, der u.a. Betreuer des Projektes ist, weiß, welche Möglichkeiten sich hier eröffnen: „Diese Ergebnisse der Forschung befördern die Photovoltaik als nachhaltige und umweltgerechte Technologie.“ Er glaubt, dass seine Firma, die Solarzellen aus mono- und multikristallinem Silizium herstellt, zukünftig davon profitieren kann.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Studie wird für den technologischen Bereich gesehen. Da eine Solarzelle unter normalen Bedingungen in Vorwärtsrichtung funktioniert, wird durch einfallenden Schatten das Ganze umgekehrt. Die Solarzellen, die sich somit im Schatten befinden, haben nun Rückwärtsspannung. Dies hat zur Folge, dass es im schlimmsten Fall zu einem elektrischen Durchbruch kommen kann und somit einzelne Solarzellen bis hin zum gesamten Modul beschädigt oder zerstört werden können. Die Forscher haben zudem entdeckt, dass dieser Spannungsdurchbruch nur lokal oder an ganz speziellen Defekten auftritt. Die alkalische oder saure Antireflektionsschicht, die auf der Solarzelle angebracht ist und die Einkopplung des Lichtes verbessern soll, ist somit nicht für einen elektrischen Durchbruch verantwortlich.

Es soll das Formel 1 Boot der Weltmeere werden. Bis dahin dauert es aber noch eine Weile, denn momentan befindet sich das größte Solarboot der Welt noch in der Bauphase. Gezimmert wird es in Frankreich von Planet Solar Equipe. Hierbei handelt es sich um einen Katamaran, der mit 10 Knoten in der Stunde – für ein Solarboot eine unglaublich schnelle Geschwindigkeit – schon bald auf Weltumsegelung gehen soll.

Quelle: www.solaranlagen-portal.de

Quelle: www.solaranlagen-portal.de

Der Trimaran hat die stattliche Länge von 30 Metern und kann bis zu 50 Personen aufnehmen. Nach der Entwicklungs- und Bauphase, dem Austüfteln der Aero- und Hydrodynamik und der Lösung der Probleme was die Energiespeicherung und die Leistung der Solarmodule betrifft, hat praktisch schon die Endphase begonnen. Denn in ein paar Wochen soll das größte Solarboot der Welt startklar sein.

Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun: neben dem Bau muss noch der Routenplan ausgearbeitet werden, man muss den idealen Startpunkt der Weltumrundung berechnen, und man ist noch auf der Suche nach den letzten Partnern, die man sprichwörtlich mit ins Boot holen will. Einen ersten Eindruck vom Super-Solar-Segler kann man sich auf dem dritten Energissima Salon im schweizerischen Fribourg (Freiburg) machen, der vom 23. Bis zum 26. April stattfinden wird.

Ein Muss für jeden Solarfan und jeden der es werden möchte! Auf der Intersolar werden jedes jahr aktuelle Entwicklungen der Photovoltaikbranche vorgestellt.

2008 präsentierten knapp 1000 Austeller vom 12. - 14. Juni auf 76 000qm Ihre Produkte und Dienstleistungen - ein Zuwachs von über 120% gegenüber dem Vorjahr. Mit rund 52.000 Besuchern aus 140 Ländern war die Premiere am neuen Standort München ein voller Erfolg.

Die Zahl der Austeller liegt bei 1300 und dessen Ausstellungsfläche liegt bei über 100 000 qm! Eindeutig neue Rekordzahlen für das Jahr 2009!

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